
Zu Beginn des neuen Jahres gab es in der kurzfristigen Entwicklung der Heizölpreise leichte Schwankungen mit moderaten Verteuerungen im Vergleich zum Vorjahresschluss. Dennoch bleiben die Preise insgesamt weiterhin in enger Spanne. Die weltpolitischen Unruhen haben dabei aktuell nur geringfügige Auswirkungen, da im neuen Jahr weiterhin eine globale Überversorgung mit Rohöl erwartet wird, welche Prognosen zufolge die schwächere Rohölproduktionen und Exporte aus Russland und Venezuela gut abfedern kann.

Kurzfristige Heizölpreisentwicklung
Zum Start der ersten Januarwoche sind die durchschnittlichen Heizölpreise in Deutschland nahezu identisch zum Ende der Vorwoche geblieben mit nur -0,04 Euro Unterschied. Vergleichen wir die heutigen Daten mit den letzten Dezembertagen, zahlen Abnehmer von Heizöl aktuell durchschnittlich etwa +1,72 Euro mehr. Blicken wir etwas weiter zurück, kostet Heizöl in der Bundesrepublik aktuell rund +0,57 Euro mehr als noch Anfang Dezember.
Langfristige Preisentwicklung
Verglichen mit dem frühen Herbst 2025 sind die Preise für Heizöl im Bundesgebiet etwas günstiger geworden, mit Abschlägen von durchschnittlich -0,73 Euro pro 100 Liter. Blicken wir stattdessen noch weiter zurück und setzen die heutigen Preise neben die vom Jahresbeginn 2025 und 2024, zahlen Heizöl-Abnehmer in Deutschland aktuell etwa -8,81 Euro weniger als vor einem Jahr, und ganze -10,72 Euro bzw. -10,7 Prozent weniger als Anfang 2024.
Was spricht für aktuell steigende Preise?
– Anhaltender Konflikt zwischen Ukraine und Russland
Der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geht auch 2026 weiter. Die Ukraine verstärkte zuletzt ihre Angriffe auf russische Energiestrukturen und Raffinerien, was die inländische Versorgung und Exporte von Ölprodukten unter Druck setzt.
– Venezuela-Krise spitzt sich stark zu
Vergangenen Samstag griff die USA Venezuela an, nahm den Präsidenten fest und limitiert seitdem noch strenger die Handelswege des südamerikanischen Landes. Die Ölexporte aus Venezuela sind seitdem effektiv stillgelegt.
– USA droht dem Iran
Die Regierung im Iran versucht aktuell Demonstrationen im eigenen Land gewaltsam zu unterbinden. Die USA drohte daraufhin mit schweren Konsequenzen gegen den Iran. Diese könnten, bei möglichen Ausschreitungen, auch die globalen Ölexporte der Irans beeinflussen.
Was spricht für aktuell sinkende Preise?
– Deutliche Überversorgung am Ölmarkt für 2026 erwartet
Weiterhin zentraler Fokus des globalen Ölmarktes bleibt die erwartete Überversorgung mit Rohöl. Viele Länder arbeiten am Ausbau ihrer Ölproduktion, sodass die aktuellen Export- und Produktionsrückgänge einzelner Länder ohne größere Schwierigkeiten aufgefangen werden können.
Die genannten Heizölpreise beziehen sich stets auf den deutschlandweiten Durchschnittspreis bei einer Bestellung von 3.000 Liter Heizöl Standard schwefelarm inklusive 19% MwSt. Außerdem fallen durch Transportkosten die Preise regional unterschiedlich aus. Stand der Preise 05.01.2026
